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> Abwahlanträge unterdrücken?

"Der Moderator ist Gott in seiner Gruppe", so liest man bisweilen. Und gewiss: der Moderator entscheidet, welche Artikel in der Gruppe erscheinen und welche nicht, denn genau deswegen hat man ja eine moderierte Gruppe. Aber: dürfen diese Entscheidungen willkürlich sein? Ist der Moderator - insbesondere im Fall von de.admin.news.announce - an irgend etwas gebunden? Einmal hat sich die Diskussion zugespitzt auf die Frage: darf die Moderation legitimerweise einen Abwahlantrag, der gegen sie gerichtet ist, unterdrücken?

>>>  Diese Regeln machen keine Aussage darüber, ob es sinnvoll ist, jeden
>>>  Wechsel der Moderation mit Hilfe von Wahlen nach diesen Richtlinien
>>>  durchzuführen.  Insbesondere steht es der Moderation frei, ihre
>>>  Zusammensetzung zu ändern, einzelne Aufgaben an Dritte zu delegieren
>>>  oder eine neue Moderation einzusetzen.  Die Möglichkeit einer
>>>  Neuwahl gemäß diesen Regeln ist in jedem Fall gewährleistet.
>>
>>Macht sich der Text hiermit nicht irgendwie selbst überflüssig?
>
>Nein. Dies sind empfohlene Regeln, mehr nicht.

Irrtum. Wären diese Regeln "empfohlen", dann würden sie ja gerade eine
Aussage darüber machen, ob es sinnvoll ist, jeden Wechsel der Moderation
mit Hilfe von Wahlen nach diesen Richtlinien durchzuführen. "Empfehlen"
heisst: ja, es ist sinnvoll.

Die Regeln sagen vielmehr: eine Neuwahl nach diesen Regeln ist *immer
möglich*. Empfohlen wird das nicht, davon abgeraten auch nicht. Es wird nur
die Möglichkeit ausgesagt.

>Der Moderator/die
>Moderation ist immer noch Gott in seiner/ihrer Gruppe. Die
>dana-Moderation kann rein theoretisch in dana machen, was sie will.

Sie kann - auf diesen Unterschied solltest Du gelegentlich einmal eingehen
- nicht *legitimerweise* alles tun und lassen, was sie will.

Die Möglichkeit der Neuwahl ist ein verbrieftes Recht der
Netzöffentlichkeit gegenüber der dana-Moderation. Wenn Du recht hättest,
dann könnte die dana-Moderation auch das Posten eines Abwahl-Antrages in
dana verweigern.

Was geschieht in Deinen Augen, wenn sie es tut? Was geschieht, wenn sie
tatsächlich einen Abwahl-Antrag gegen sich selbst nicht postet?

Ich möchte dieses Szenario etwas ausführen:

In meinen Augen hört eine dana-Moderation, die sich weigert, einen
Abwahl-Antrag gegen sich selbst zu veröffentlichen, dadurch auf,
dana-Moderation zu sein. Wir hätten dann also den Fall, dass keine
funktionierende dana-Moderation mehr vorhanden ist.

|  Die Durchführung einer Wahl nach diesen Regeln setzt die Existenz
|  einer funktionierenden dana-Moderation voraus.  Ist dies nicht mehr
|  gegeben, soll eine neue Moderation trotzdem unter sinngemäßer
|  Anwendung dieser Regeln gewählt werden.  Über akzeptable
|  Vorgehensweisen zur Verbreitung der nötigen Ankündigungen (RfD,
|  Kandidatenliste, CfV, ...) wird hier keine Aussage gemacht.

Ich kann Dir sagen, was *ich* als akzeptable Vorgehensweise zur Verbreitung
der nötigen Ankündigungen in diesem Fall ansehen würde: Posten nach dana
unter eigenem Approved.

Posten nach dana unter eigenem Approved könnte ich natürlich auch jetzt,
bei funktionierender Moderation, einfach so. Nur: dann wäre ich im Unrecht,
und die dana-Moderation im Recht. Im von mir oben beschriebenen Fall ist
die dana-Moderation im Unrecht und ich im Recht.

Die Aussage, dass die dana-Moderation in dana alles tun kann, was sie will,
ist in gewissem Sinn richtig, trifft aber nicht nur für die dana-Moderation
zu: auch ich kann in dana alles tun, was ich will, z.B. eigenmächtig
posten. Nur: ich setze mich dabei ins Unrecht.

Dasselbe kann aber auch der dana-Moderation passieren: je nachdem, was sie
tut, setzt sie sich dabei ins Unrecht. Das ist zunächst einmal völlig
unabhängig davon, welche möglichen Konsequenzen diese sich ins Unrecht
setzenden Handlungen bei mir oder bei der dana-Moderation haben könnten.

Die dana-Moderation, die alles tun kann, was sie will, ist eine
Trivialität, denn das gilt für jeden Netzteilnehmer. Die dana-Moderation,
die alles tun kann, was sie will, und dabei immer im Recht ist, ist ein
Märchen.

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